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Verabschiedung























Ich bedanke mich bei der Grünberger Heimat-Zeitung für die Bereitstellung des folgenden Artikels vom 4. Juli 1995 samt Foto:


Abgänger sollen in der Gesellschaft Verantwortung tragen


Grünberg, 30.06.1995: Am Freitag abend war es endlich soweit - 77 Schüler und Schülerinnen der Theo-Koch-Schule ernteten die Früchte ihrer Arbeit und erhielten aus den Händen der Schulleitung ihre langersehnten Abiturzeugnisse.

Die Feierstunde der Abiturienten und Abiturientinnen des Schuljahres 1994/95 gestalteten die Prüflinge gemeinsam mit ihren Lehrern und Schülern der unteren Klassenstufen. Ein abwechslungreiches Programm erwartete die zahlreichen Eltern und offizielle Reden und Dankesworte wechselten sich ab mit musikalischen Einlagen, kurzen Diavorträgen und einem Theaterstück.

Nach der Eröffnungsrede von Studiendirektor K.J.Winter und dem musikalichen Vortrag von Heiko Rühl, der die c-moll Sonate, opus 13, 2.Satz (Ludwig van Beethoven) dem Publikum darbot, hielt Direktor Robert Maushagen [1997 verstorben] die Begrüßungsrede.

In seiner Ansprache unterstrich er die Funktion der Schule, als ein Ort der existentiellen Orientierung und der Wertevermittlung. Nach Robert Maushagen sollte das Abitur den jungen Menschen auf seine Rolle in der Gesellschaft vorbereiten und ihm helfen, die Welt mitgestalten zu können. Dazu gehöre auch die Aneignung der Schlüsselprobleme der Gegenwart wie Umwelt und Natur, Frieden, richtiger Umgang mit Medien und deren Bewältigung. Neben dieser moralisch-ethischen Erziehung dürfe jedoch die Bedeutung der Wissensvermittlung nicht vergessen werden. Sprachen, Geschichte und auch Mathematik seien die Fächer, die dem Heranwachsenden die Welt eröffnen und der musikalisch-künstlerische sowie der sportliche Bereich trage viel zu seiner Entfaltung bei. Direktor Maushagen betonte, daß die Theo-Koch-Schule seinen Schülern sowohl im menschlichen wie auch kulturellen Bereich viele Anregungen zu bieten habe. Die Gesamtschule sei eine Stätte der Begegnung, sei es im Rahmen des Schüleraustausches oder beim Projekt "Flüchtlingspatenschaften". Auch kulturelle Ausstellungen und Konzerte würden zum festen Bestandteil des Schuljahres gehören.

Maushagen dankte allen Lehrern für ihren Einsatz, die versucht haben, den Schülern alle Fähigkeiten zu vermitteln, um sich in dieser Welt zurechtzufinden. Den Abiturienten zeigte er die Gewichtigkeit der Hochschulreife auf, die soziale Verpflichtung und gleichzeitig Verantwortung bedeute. Maushagen wünschte den Abgängern viel Erfolg für ihren zukünftigen Werdegang und schloß die Rede mit den Worten, daß er hoffe, daß diese Schule jedem genug Selbstvertrauen mitgegeben habe, um das Leben couragiert anzugehen.

Unter der Leitung der Musiklehrerin Heike Heinke brachte der 25stimmige Chor der Jahrgangsstufe sechs den scheidenden Schülern und Gästen ein „musikalisches Ständchen“. Aus ihrem reichhaltigen Repertoire stellten sie die Lieder „Memory“ aus dem Musical CATS von Andrew Lloyd Webber und „Island In The Sun“ von Harry Belafonte vor. Danach schwelgten die Gefeierten selbst und ihre Lehrer in schönen Erinnerungen, als sie anhand von Dias die Erlebnisse ihrer Studienfahrten noch einmal Revue passieren ließen. Unter dem Titel „Sentimental Journey“ zeigten fünf Tutorengruppen die Highlights ihrer Fahrten nach Condom, London, Stralsund, München und Prag und ernteten bei vielen ihrer lustig kommentierten Dias große Lacherfolge.

Mit viel Applaus wurde die sechs-Mann-und-eine-Frau-starke Schulband unter der Leitung von Studienrat Berthold Hahn bedacht, die fetzigen RocknRoll und „Nessaja“ aus dem Rockmärchen „Tabaluga“ von Peter Maffay zum Besten gaben.

Der „stressige Schulalltag“ eines Abiturienten wurde dann von Schulsprecher Resa Memarnia dargestellt, der mit viel Ironie auch die „Gammelseite“ des Schülerlebens in Eiscafé und Pausenraum nicht zu kurz kommen ließ.

Die Elternbeiratsvorsitzende H. Keetmann dankte allen Lehrern für ihre oft nicht einfache pädagogische Arbeit und wünschte den abgehenden Schülern, daß sie sich ihre Menschlichkeit weiterhin bewahren, auch wenn die Anforderungen der Leistungsgesellschaft sie nun noch stärker betreffen werden.

Kreisbeigeordneter R. D. Beinhoff überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Schulträgers und ermunterte die Abiturienten/innen sich in Verbänden, Vereinen und politischen Organisationen zu engagieren, um die Gesellschaft weiterzuentwickeln und die Zukunft mitzugestalten.

Für Stimmung sorgte dann wieder die Schulband, die mit dem Kultstück der 13-Klässler „Forever Young“ alle Schüler begeisterte. Die klassische Tragödie „Antigone“ aus dem vorklassischen Griechenland, dargestellt von Schülern des Leistungskurses Deutsch Jahrgangsstufe 12, bildete den Abschluß des Programms. Die Leitung hatte Dr. Gernot Seyfert, der als klassisch jugendlicher Liebhaber „Haimon“ dafür sorgte, daß der Abend ganz und gar nicht tragisch endete.